Immer wieder erleben wir es, dass kleinere Firmen große Unternehmen aufgrund von ungeklärten oder streitbaren Patenten verklagen. Nun hat es mal wieder ebay erwischt: Eine kleine US-Firma namens XPRT Ventures verlangt von ebay 3,8 Milliarden Dollar, da das Auktionshaus angeblich ein von XPRT Ventures geschütztes Bezahlverfahren verwendet.
2001 machte ebay mit seinem damaligen System Billpoint große Verluste und kaufte daraufhin das noch heute verwendete Paypal. XPRT wirft ebay nun vor, darin sechs Patente unrechtmäßig zu verwenden.
Die Klage ging bei einem Bezirksgericht in Delaware ein. Ob sie ernst zu nehmen ist oder nicht, wird sich wohl in der nächsten Zeit heraustellen.
Ebay können wir in Zukunft nun endlich auch über iPhone, iPad oder Blackberry nutzen. Ab sofort stellt ebay seine Kaufapplikation für die genannten Geräte in Europa zur Verfügung und damit natürlich auch auf deutsch. Diese ist momentan die beliebteste im iTunes Store von Apple.
Ab Mitte des Monats kann man dann auch mobil auf ebay verkaufen, denn dann wird die Verkaufsapp in Deutschland und Großbritannien an den Start gehen. Mit ihr kann man auch unterwegs mit dem iPhone einfach ein Bild von dem Gegenstand, den man verkaufen möchte, machen und ihn dann bei ebay einstellen.
Interessant zu sehen, wie auch der Kleinanzeigen-Markt immer mobiler wird und sich nicht mehr nur auf Laptop und PC beschränkt!
Vielleicht ist es nur ein kleiner Tippfehler, wie er uns allen mal vorkommen kann. Vielleicht ist es aber auch ein geschickter Marketingschachzug, der die Aufmerksamkeit des Betrachters erhöhen soll.
Bei mir hat es jedenfalls geklappt und ich habe gerade beim betrachten unserer Zahlen bei Alexa.com diesen Flashbanner gefunden und habe mich auch gefagt…
Du willst nicht auf Deinem Sofa sitzenblieben?

Sitzenblieben eBay
In letzter Zeit machte eBay immer wieder mit umstrittenen Änderungen der Nutzungsbedingungen von sich reden. Unter anderem hatten sich betroffene Verkäufer, die von eBay praktisch dazu gezwungen wurden sich beim konzerneigenen Bezahlservice PayPal zu registrieren, beim Kartellamt über diese Praktiken beschwert.
Das Kartellamt hat seine Prüfung des Falls nun abgeschlossen und sieht keinen Anlass gegen eBay einzuschreiten. Verkäufer auf eBay, die weniger als 50 Bewertungspunkte haben, müssen sich seit kurzem bei PayPal registrieren um Zahlungen entgegennehmen zu können. Kritiker warfen dem Onlineauktionshaus hier Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung vor.
Das Bundeskartellamt hat nun bekannt gegeben, dass eBay dies auch in Zukunft weiter dürfe. Das System gewähre einen reibungslosen Ablauf und habe die Anzahl an Käuferbeschwerden deutlich reduziert. Für die Kunden hätte der Einsatz von PayPal also einen eindeutigen Nutzen.
Hierzulande wurde ja erst vor kurzem aus Kijiji eBay-Kleinanzeigen, wodurch der Bezug des Kleinanzeigen-Portals zur Mutter eBay ziemlich unmissverständlich deutlich gemacht wurde. Doch Deutschland ist nicht das einzige Land, in dem die Marke Kijiji nach und nach verschwindet.
In Spanien, Italien oder auch Frankreich sind ebenfalls ähnliche Prozesse in Gang gesetzt worden und nun auch noch in den USA. Dort heißt Kijiji nicht mehr Kijiji sondern eBay Classifieds.
Ebay möchte dadurch wohl ein klares Zeichen gegenüber dem großen Konkurrenten Craiglist setzen und die Marke eBay an sich noch verstärken. Der Relaunch wurde vor allem in Ländern vollzogen, wo Kijiji kein so großer Markenname ist, anders als zum Beispiel in Kanada. Mal sehen, wie lange uns Kijiji an sich noch erhalten bleibt…