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Archiv für September, 2009

Webseite „laufbahner“ macht Karriere

26. September 2009 Keine Kommentare

Der von der Süddeutschen Zeitung initiierte Karriere-service laufbahner.de konnte mit seinem neuartigen Konzept gleich auf Anhieb punkten und verzeichnet seit Start des Portals im Juli 2009 bereits mehr als 20.000 registrierte Nutzer. Das Internetportal ermöglicht Unternehmen den direkten Kontakt zu vakanten Fachkräften ohne Umweg über Personaldienstleister.
Das Konzept von laufbahner.de unterscheidet sich signifikant von herkömmlichen Online-Stellenmärkten. „Es ist ein komplett neues Geschäftsportal. Anders als die klassischen Jobbörsen fokussieren wir uns auf nachhaltige, perspektivisch ausgerichtete Rekrutierung“ sagt Harald Lenz, SZ-Geschäftsbereichsleiter Recruiting-Markt. „Das Projekt ist als Instrument für langfristige Karriereentwicklung angelegt. Damit entspricht es gerade in der aktuellen Wirtschaftslage den Bedürfnissen der Personalplaner. Das zeigt die positive Entwicklung unserer Nutzerzahlen“, bekräftigt Lenz. So gehe es auf dem werbefreien Laufbahnportal nicht primär um konkrete Stellenausschreibungen; vielmehr können sich die registrierten Unternehmen hier vor allem als attraktive Arbeitgeber vorstellen und profilieren. Das erhöhe maßgeblich ihre Chancen am Bewerbermarkt.
Dabei gilt strikte Gleichbehandlung: „Bei uns haben alle den gleichen Auftritt, ob Groß- oder Kleinunternehmen“, betont Harald Lenz. Auf einer Profilseite lassen sich neben den harten Fakten (Standort, Leistungsspektrum etc.) auch Softskills und Sonderqualitäten eines Unternehmens (etwa Work-Life-Balance, familienfreundliche Arbeitsbedingungen usw.) darstellen. Das Profil kann mit Bildern oder Videos multimedial erweitert werden. „Maximaler Datenschutz ist dabei natürlich garantiert“, bekräftigt Lenz.

Extreme Effizienz: Nicht lange suchen, sofort finden
Eine hochmoderne Technologie soll sicherstellen, dass Unternehmen auf Anhieb die Top-Kandidaten für eine Stelle finden. Sie basiert auf dem sogenannten Matching-Verfahren. Bei laufbahner.de kommen dafür nach einem eigens entwickelten Algorithmus 26 Attribute zum Einsatz, aufgrund derer qualifizierte Mitarbeiter ausgefiltert werden. Die sogenannte FAST-Suchtechnologie präsentiert Firmen dann zeitnah die qualifizierten Mitarbeiter, die genau dem Anforderungsprofil entsprechen. „Dieser detaillierte, ergebnisorientierte Abgleich kommt besonders kleineren Firmen zugute, die beim Recruiting aufgrund mangelnder Bekanntheit häufig benachteiligt sind, obwohl sie oft sehr attraktive Stellen anbieten“, erläutert Lenz. Kleinere und mittlere Unternehmen profitieren bei dem Portal auch von einem besonderen Preismodell: Es ist dreistufig nach Firmengröße gestaffelt und nicht limitiert. Ein Unternehmen kann also unbegrenzt viele Bewerberkontakte pflegen und Stellenperspektiven veröffentlichen.

Direkter Draht, breites Spektrum
Die Palette an Berufsfeldern und Branchen ist ebenfalls unlimitiert. Die Seite steht Firmen aller Sektoren offen, um geeignete Fachkräfte für sich zu interessieren und zu gewinnen. Auch bei der perspektivischen Ausrichtung gibt es keine Begrenzungen: Unternehmen können schon heute Vakanzen für das Jahr 2011 oder später veröffentlichen, sich so recht-zeitig und unkompliziert einen Kandidatenpool für Zukunftsprojekte aufbauen. „Das ermöglicht den Personalentscheidern eine langfristige, kontinuierliche und strategische Personalplanung“, betont Lenz.
Dabei lässt sich auf die Funktion einer verdeckten Suche zurückgreifen, die gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Arbeitsmarktsituation sinnvoll ist. So kann man gezielt nach geeigneten Mitarbeitern suchen, ohne dass eine konkrete Stellenausschreibung sichtbar wird. Das Matching filtert sofort die passenden Kandidaten heraus, die dann von den Firmen direkt angesprochen werden können. Für Harald Lenz ein deutlicher Fortschritt zum bisherigen System der Online-Jobbörsen. Zumal der häufig uneffiziente und kostenintensive Umweg über einen Personaldienstleiter entfalle. „Unser Portal ist exklusiv für Unternehmen und Personalverantwortliche konzipiert und auf deren Bedürfnisse abgestimmt.“
Über eine integrierte E-Mail-Funktion kann der Personalmanager schließlich mit einem Top-Kandidaten diskret Kontakt aufnehmen und gegebenenfalls einen Vorstellungstermin vereinbaren. Dafür stehen auch Foto- bzw. Kontaktdatenfelder zur Verfügung, sodass sich auf Wunsch schnell ein persönlicheres Umfeld schaffen lässt. „Bei uns ist die Kommunikation einfach, direkt und persönlich“, fasst Harald Lenz zusammen. „Wirkliche Unternehmen treffen auf wirkliche Arbeitnehmer, ohne dass Werbung oder ein Vermittler sie stört.“

Ricardo startet Kleinanzeigenportal Tradus

16. September 2009 Keine Kommentare

Der Auktionsanbieter Ricardo, startet in der Schweiz einen eigenen Kleinanzeigenmarktplatz unter der Marke „Tradus“. Laut Pressemitteilung war es seit 2007 möglich Kleinanzeigen innerhalb der Ricardo-Plattform „aufzulisten“. Diese Anzeigen werden nun in der neuen Plattform ausgegliedert und gebündelt dargestellt. Sowohl von den Funktionen als auch vom Design, liefert die neue Plattform keine Überraschungen und kommt eher bieder daher – alles sieht aus, wie als wäre die Zeit im Jahre 2000 stehen geblieben.
Heiner Kroke steht als CEO der Ricardo.ch AG hinter dem neuen Angebot. Bevor Heiner Kroke als CEO zu Ricardo wechselte, war er als Geschäftsführer bei Kijiji und sammelte dort erste Erfahrungen mit Online-Kleinanzeigen. Kijiji erweist sich damit ein weiteres Mal als Inkubator für neue Kleinanzeigenanbieter. Dr. Klaus Gapp, der vor Heiner Kroke die Geschäfte von Kijiji führte und seiner Kleinanzeigenplattform opusforum mit Kijiji verschmolz, betreibt mitlerweilen mit „Locanto“ auch wieder einen Online-Kleinanzeigenmarkt. Einzig Daniel Klarkowski, der Kijiji in Deutschland gründete, ist noch nicht zurück im Kleinanzeigengeschäft, sondern widmet sich als Business Angel und Start-Up-Berater mit Ace Ventures innovativen Webkonzepten aus Übersee.
Obwohl Tradus eher geringe Innovationskraft zeigt, erfreut die neue Energie, die wieder in das Kleinanzeigengeschäft kommt. So verkündete vor Kurzem DHD24 seinen Relaunch, eBay verwandelte Kijiji in eine neue Marke und Plattform namens eBay-Kleinanzeigen und Rheinmainclick kündigte die Insolvenz und Einstellung der Plattform an.

Wer übrigens mehr über Tradus erfahren möchte, kann sich bei Ricardo bei einer Wohltätigkeitsauktion ein Treffen mit Hrrn Kroke ersteigern.

Zum Abschluß zitieren wir die Pressemitteilung von Tradus:
„ricardo.ch lanciert die eigene Kleinanzeigen-Plattform tradus.ch Neuer Online-Marktplatz für kostenlose Kleinanzeigen in der Schweiz
Heute lanciert der Schweizer Online-Marktplatz ricardo.ch ein neues Produkt: tradus.ch, die eigenständige Plattform für kostenlose Kleinanzeigen und Inserate in der Schweiz.
Bereits seit Februar 2007 können auf ricardo.ch neben Auktionen und Fixpreis-Angeboten auch Kleinanzeigen geschaltet werden. ricardo.ch lanciert nun für dieses wachsende Segment eine eigenständige Plattform ausschliesslich für Kleinanzeigen – und zwar ganz kostenlos. Bei Kleinanzeigen wird der Verkauf nicht über die Online-Plattform abgewickelt, sondern direkt zwischen dem Inserenten und dem Käufer nach einem telefonischen oder schriftlichen Kontakt. Aus diesem Grund eignen sich Kleinanzeigen insbesondere für Angebote oder Produkte, bei denen eine Besichtigung und der persönliche Kontakt zwischen Käufer und Verkäufer wichtig sind. Zu den Top-Kategorien von tradus.ch gehören u.a. Immobilien, Jobs, Kontakte, Tiere, Dienstleistungen und Kurse. Auf tradus.ch können auch kostenlose Such-Anzeigen publiziert werden.
Einfach, schnell und gratis Der neue Schweizer Marktplatz für Kleinanzeigen tradus.ch ist ganz einfach zu nutzen: es ist keine Anmeldung nötig und Kleinanzeigen lassen sich innert weniger Minuten kostenlos aufschalten. Die bestehenden und neuen Kleinanzeigen von ricardo.ch werden ab sofort auch auf tradus.ch angezeigt.“

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Rhein Main Click eröffnet Insolvenzverfahren

15. September 2009 Keine Kommentare

Nun also doch. Bereits im Juli begannen die Spekulationen über die Zukunft von Rheinmainclick. Die Verlagsgruppe Rhein-Main, neben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wichtigste Gesellschafter der Firma, kündigten an, ab Ende August ihre Online-Rubriken wieder auf den eigenen Zeitungsportalen vermarkten. Damit brach eine wichtige Säule des Geschäfts von Rheinmainclick weg. Nun wird zum 1.10.2009 das Insolvenzverfahren eröffnet, so heißt es in der Nachricht auf Rheinmainclick:
„Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens zum 01.10.2009 wird aller Voraussicht nach der Geschäftsbetrieb von Rhein Main Click GmbH & Co. KG eingestellt.
Bis zur Eröffnung des Verfahrens haben Sie die Möglichkeit in allen Märkten auf www.rheinmainclick.de kostenlos zu inserieren.
Die Laufzeit endet, unabhängig vom Startzeitpunkt,
bei allen Anzeigen am 30.09.2009.
Wir bedauern diesen Schritt und möchten uns bei unseren Kunden und Besuchern für die langjährige Treue bedanken.
Ihr Rhein Main Click-Team“

Die Leistungen von Local24.de

13. September 2009 Keine Kommentare
Die Local24 Homepage

Die Local24 Homepage

Local24.de hat sich als Portal für kostenlose Kleinanzeigen einen Namen machen können. Es handelt sich hierbei um ein Angebot der Scout24 Gruppe und konnte sich bereits recht früh in die zahlreichen Erfolge des Unternehmens einreihen. Das Volumen von Local24.de umfasst mittlerweile 200.000 Anzeigen, die aus den verschiedensten Regionen Deutschlands stammen. Neben der Rubrik Kraftfahrzeuge können auch Anzeigen zu Tieren, sowie die verschiedensten Stellenangebote aufgegeben werden. Insgesamt befinden sich auf dem Portal 400 Suchkategorien. Eine White-Label Lösung wird bereits seit November 2007 angeboten. Die Anzeigenaufgabe bei Local24.de ist sehr einfach und nimmt zudem nur ein geringes Zeitfenster in Anspruch. Die lokale Suchfunktion soll insbesondere den zahlreichen Usern die Handhabung in den entscheidenden Bereichen vereinfachen.
Alle Anzeigen, die auf Local24.de geschaltet werden, sind kostenfrei. Demnach fallen für die User keinerlei Gebühren an. Sowohl das Anbieten verschiedenster Dienstleistungen als auch der Verkauf von unterschiedlichsten Gegenständen ist problemlos möglich. Zu der individuellen Anzeige können die User bis zu 5 Fotos ergänzen. Auch hierfür fallen keinerlei Kosten an. Bei der Gestaltung und Konzeption von Local24.de war die Einfachheit vorherrschend. Während die Kunden auf zahlreichen anderen Portalen nach den richtigen Funktionen suchen müssen, sind diese bei Local24.de so integriert, das sie vom ersten Moment an sichtbar sind. Ebenso überzeugend ist der Aufbau der Anzeigenschaltung. Auch hierbei müssen keinerlei Kenntnisse oder auch Erfahrungen vorhanden sein. Somit wird Local24.de den Ansprüchen der Scout24 Gruppe, die sich auf Transparenz beziehen, gerecht.
Eines der wichtigsten Alleinstellungsmerkmale ist zudem die Anzeige von Veranstaltungen der verschiedensten Regionen in Deutschland. Die Gliederung in verschiedenste Veranstaltungsformen erleichtert auch hierbei abermals die Suche für die User. Zudem werden kurzfristige Veranstaltungen gut strukturiert gelistet. Desweiteren steht für die Anwender von Local24.de ein Branchenbuch zur Verfügung. Das Portal entwickelt sich somit immer deutlicher zu einem Allround-Service und distanziert sich dadurch von anderen Kleinanzeigenportalen, die in Deutschland präsent sind.

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Kijiji wird zu eBay Kleinanzeigen

9. September 2009 Keine Kommentare

(UPDATED) In den vergangenen Monaten gab es immer wieder Spekulationen, daß eBay die Marke Kijiji aufgibt und in eBay integriert. Nun scheint zumindest der erste Schritt dieser Strategie von eBay vollzogen zu werden. Per Newsletter wurden die Nutzer von Kijiji über die Veränderungen informiert.

>> Lieber Nutzer!

Wie Sie wahrscheinlich schon durch unseren Newsletter erfahren haben,
gibt es große Neuigkeiten: Kijiji wird zu eBay Kleinanzeigen.
Für Sie bedeutet das mehr Antworten auf Ihre Anzeigen und eine größere
Auswahl an Artikeln und Dienstleistungen von privaten Anbietern in
Ihrer Nähe.
Als registrierter Kijiji-Nutzer können Sie sich mit Ihrer
Email-Adresse und Ihrem Passwort problemlos auf eBay Kleinanzeigen
anmelden.
Wenn Sie eine Anzeige auf Kijiji geschaltet haben, finden Sie diese
nun auf eBay Kleinanzeigen wieder. Das Bearbeiten oder Löschen Ihrer
Anzeige funktioniert allerdings nicht mehr über die Links, die Sie per
Email von Kijiji erhalten haben.
Da wir unsere Kategorien vereinfacht haben, kann es sein, dass Ihre
Anzeige in die nun passende Kategorie verschoben wurde.
Außerdem bieten wir bald die Möglichkeit, in einigen Kategorien nach
zusätzlichen Suchkriterien zu suchen. Sie können das Auffinden Ihrer
Kleinanzeige für die Interessenten erleichtern, wenn Sie diese Angaben
nachträglich machen.
Am besten melden Sie sich gleich mit Ihrer Email und Ihrem Passwort
an, und machen sich selbst ein Bild! Jetzt anmelden

Ihr eBay Kleinanzeigen-Team <<

Im Klartext bedeutet das, daß alle Anzeigen von Kijiji zur neuen Plattform „eBay Kleinanzeigen“
übertragen wurden. Bis heute morgen um 9.00 Uhr waren die Anzeigen jedoch auch noch auf der bisherigen Kijiji-Seite
aufrufbar – über eine Abschaltung der Kijiji-Seite und den möglichen Zeitpunkt der Abschaltung war nichts bekannt.
Wie ein Gespräch mit Sabine Bayer, der Pressesprecherin von Kijiji bzw. eBay-Kleinanzeigen ergab, werden auf Kijiji lediglich
zwei Rubriken erhalten bleiben. Zum einen die Ferienwohnungen, bei denen es sich um ein international strukturiertes Angebot handelt,
und zum anderen die Kontaktanzeigen, die nicht zum familienfreundlichen Image der Marke eBay passen und deshalb auch unter der
Kijiji-Marke weitergeführt werden. Eine entsprechende Pressemitteilung wurde von eBay veröffentlicht.

Diese nun unter der eBay-Dachmarke fungierenden Kleinanzeigen werden nicht in das Sortiment der eBay-Plattform integriert.
eBay Frankreich und eBay Spanien sind aber bereits weitgehend vom Auktionsportal zum Kleinanzeigenportal mutiert. Von der Internetadresse www.eBay.fr wird man weitergeleitet zum französischen eBay-Kleinanzeigenbereich. Am Beispiel der Kategorie „Antiquitäten“ ist zu sehen, wie die Verzahnung von „Petit annonces“ und den Auktionen und Sofort-Kauf-Angeboten funktioniert. Bisher ist das also eher eine gegenseitige Verlinkung, als eine nahtlose Integration.

In Deutschland, so stellt Frau Bayer klar, werden die Angebote getrennt bleiben. Es handele sich um den Launch einer neuen
Plattform für Kleinanzeigen, die mit dem Re-Branding zu „eBay Kleinanzeigen“ einhergeht. International werden derzeit alle Kijiji-Märkte einer Prüfung unterzogen und ggf. weitere
Länder dem europäischen Beispiel folgen. Die stärkeren Kleinanzeigenmarken, wie z.B. mobile.de, Marktplaats.nl und Gumtree.com stehen dabei jedoch nicht zur Diskussion.

Es bleibt abzuwarten, wie in Deutschland weiter verfahren wird. Es gab bereits in der Vergangenheit verschiedene Ansätze, ein Kleinanzeigenformat bei eBay Deutschland zu integrieren, sei es als Immobilien-Kategorie oder als Auto-Kleinanzeigen bei eBay-Motors. Beide Initiativen verliefen nicht besonders erfolgreich. So stellt die eBay-Immobilienrubrik keine nennenswerte Konkurrenz zu den Branchenriesen wie Immoscout etc. – die Auto-Kleinanzeigen wurden wieder abgeschaltet, zumal es ja mit Mobile.de ein weiteres Kleinanzeigenformat im Hause eBay gibt.

Zugegeben hat sich eBay bei der Auswahl der Marke „Kijiji“ keinen Gefallen getan. Nach knapp 5 Jahren im Markt ist die Marke nun aber etabliert und die Nutzer haben die Marke akzeptiert und verinnerlicht. Besonders bei der Namenswahl für Shoppingkonzepte, die nicht direkt im Kern der Marke eBay wiederzufinden sind, und dazu zählen wir Kleinanzeigen, kann der Wechsel zu „eBay Kleinanzeigen“ ein Eigentor werden.
eBays Versuch, sich gegenüber Amazon stärker als Neuwarenkaufhaus zu etablieren, wurde auf den Namen „eBay Express“ getauft. „eBay Express“ wurde Anfang 2008 eingestellt und vom Markt genommen. Der Produktmanager von eBay Express, Adam Nash, zählt in seinem Blog in einem Beitrag zum Ende von eBay Express, auch die Namenswahl und das „eBay“ im Namen der Marke mit zu den Fehlern.

Unter diesen Vorzeichen bleibt also zu beobachten, wie eBay die Kleinanzeigenkunden mit einer „eBay“-Marke ködern will. Sofern die Strategie darin besteht, hauptsächlich bestehende eBay-Privatkunden aus den Reihen der Auktionsplattform hin zu den Kleinanzeigen zu leiten, um freie Bahn für das „eBay der Powerseller“ im Auktionsbereich zu bekommen, so könnte das durchaus erfolgreich sein.
Neukunden von anderen Kleinanzeignemärkten in die „eBay Kleinanzeigen“ zu ziehen dürfte hingegen schwieriger werden, da Kleinanzeigen oft als „eBay-Alternative“ gewählt werden.

Bisher war es mit der Marke Kijiji nicht gelungen ein ähnlich dominantes Kleinanzeigenangebot zu schaffen, wie sie in den USA mit Craigslist oder in den Niederlanden mit Marktplaats bereits etabliert sind. Auch in Frankreich scheinen Kleinanzeigen erfolgreicher zu sein, als Auktionen. Angeblich hatte der französische Kleinanzeigenanbieter www.leboncoin.fr vor kurzem mehr Besucher im Monat als eBay Frankreich.
Mit der der neuen Kleinanzeigenmarke „eBay Kleinanzeigen“ bläst eBay nun also zum finalen Angriff auf den stark segmentierten Kleinanzeigenmarkt in Deutschland.

Doch auch andere Teams stehen in den Startlöchern. Klaus Gapp, der bereits erfolgreich den Kleinanzeigenmarkt opusforum gründete, zum Marktführer entwickelte und an eBay verkaufte, arbeitet an einer Wiederholung seiner Erfolgsgeschichte und hat mit Locanto einen neuen Markt ins Netz gebracht, der sogar eine Seite für Pakistan betreibt.

Dank der eBay-Vorlage wird es nun wieder spannender im Segment der Kleinanzeigenmärkte.