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Die Axa-Group kämpft mit den Folgen der Finanzkrise

Axa Verwaltungsgebäude in Köln

Axa Verwaltungsgebäude in Köln – flickr.com / RoflH.

Der Weg der Axa Versicherungsgruppe begann 1985 und war lang und steinig. Innerhalb weniger Jahrzehnte stieg das französische Unternehmen vom kleinen Regionalvertreter zur zweitgrößten Assekuranz in Europa auf. Doch seit der ersten großen Finanzkrise nach der Jahrtausendwende steht der Versicherer nun unter enormen wirtschaftlichem Druck.

Weltweit ist der Konzern einer der größten Kapitalverwalter und Versicherer am Markt. Sein Einfluss reicht vor allem von Amerika über Europa bis in den asiatischen Raum. Dabei erwirtschaftet das Unternehmen jährlich einen Umsatz von über 90 Milliarden Euro und besitzt ein Vermögen von rund einer Billion Euro.

Doch nun bereitet dem Konzern die erneute weltweite Finanzkrise, wie vielen global operierenden Unternehmen, akute Probleme. In den letzten Monaten mussten einige der weltweit über 11.000 Stellen abgebaut werden. Aufgrund der stetig wachsenden Rezessionsängste der Weltmärkte, muss die Assekuranz seit einiger Zeit mit einer für Versicherungen ungünstigen Niedrigzinsphase kämpfen, was insbesondere die Erträge aus den Geschäften mit Produkten wie beispielweise der Risikolebensversicherung schmälert.

Aufgrund des seit der Finanzkrise 2008 anhaltenden strikten Sanierungs- und Sparkurses, verkauft der Konzern immer wieder nicht ausreichend profitable Tochtergesellschaften. Das dieser Weg nun weiter und weiter verfolgt wird ist gerade unter dem Gesichtspunkt traurig, dass die Axa Group speziell aufgrund ihrer zahlreichen Akquisitionen den globalen Aufstieg gemeistert hat.

Der Konzern braucht Geld. Diese Vermutung schürt auch die noch unbestätigte Meldung, die Axa Group beabsichtige den Verkauf ihrer Private Equity-Sparte in Europa. Ein solcher Schritt wir von Experten inzwischen weltweit angenommen. Dabei geht es aber wohl nicht um die reine Kapitalschaffung für anderweitige Akquisitionen, sondern um eine weitere Kapitalstärkung, um es auf möglichst sicherem Weg durch die anhaltende Finanzkrise zu schaffen.

Erst Anfang dieser Woche verkaufte Axa seine kanadische Tochtergesellschaft an das Unternehmen Intact Financial für einen Preis von 1,9 Milliarden Euro. Dieser Verkauf ist ein Segen für die Bilanzbücher des Konzerns. Die Assekuranz kann mit diesem Verkauf wohl einen umgerechneten Gewinn von 900 Millionen Euro verbuchen.
Ob diese zahlreichen Abspaltungen von Tochterunternehmen die angeschlagene Axa-Group letztendlich retten, ist ungewiss. Sie schaffen zumindest ein kurz- bis mittelfristiges Polster, welches es dem Konzern ermöglicht, erst einmal unbeschadet weiter durch die weltweite Finanzkrise zu manövrieren.

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